Vorurteile

VORURTEILE

Die österreichischen Tierheime sind voll mit Hunden!

Die meisten der Hunde, die in österreichischen Tierheimen untergebracht sind, sind „Wegwerfartikel“ unserer Gesellschaft. Hunde, die niemand mehr will oder aufnehmen kann, weil sie entweder zu alt oder zu krank sind, Verhaltensprobleme haben oder im schlechtesten Fall sogar als gefährlich eingestuft werden.

Hunde im SackDie Bedenken, einen solchen Hund in die eigene Familie zu integrieren, sind weit verbreitet, und verständlichweise brauchen viele dieser armen Geschöpfe erst professionelle Hilfe.

Dass diese Hunde kein Zuhause finden, hat also nicht ausschließlich mit dem Auslandstierschutz zu tun.

Dazu kommt der immer stärkere Trend, dass viele Tierheime Auslandshunde (die sich einfach vermitteln lassen) aufnehmen müssen, um die laufenden Kosten des Tierheimes zu decken und so die Versorgung aller Tiere zu gewährleisten.

Dafür sorgen in vielen Fällen die jungen „Ausländer“, nur so können auch die alten, die kranken und die unvermittelbaren Hunde untergebracht, gefüttert und medizinisch betreut werden.

Globalisierung überall, nur nicht im Tierschutz?

Wir essen Tomaten und Gurken aus Holland, wir kaufen Käse und Wein aus Italien und wir lassen Ananas und Bananen über die Meere schippern, nur die Tiere aus all den Ländern sollen draußen bleiben?

All die LKW, Bahntransporte und Flugzeuge, alle sind uns willkommen – solange sie nicht vier Beine haben?

So lange es Lebendtransporte für Vieh gibt, die nur der Subventionen wegen unter unsäglichen Bedingungen Qualen für die Tiere verursachen, so lange wir im Zirkus Dromedare, Affen und Tiger bestaunen, so lange braucht man Auslandstierschutz nicht zu rechtfertigen!

Die Hunde werden illegal eingeführt!

Die gültigen Einreisebestimmungen, die die Tierschutzvereine zu beachten haben, sind seit Oktober 2004 EU-einheitlich geregelt.

Jedes Tier muss über einen EU-Heimtierausweis verfügen und eine gültige Tollwutimpfung aufweisen. Darüber hinaus muss jeder Hund mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein.

Werden die Bestimmungen eingehalten, tut man nichts Illegales!

Hört Ihr von Beschlagnahmungen, dann handelt es sich um Fälle, bei welchen oben genannte Bestimmungen nicht eingehalten wurden oder um „illegalen Hundehandel“, bei uns auch oft als „Kofferraumverkäufe“ bezeichnet.

Vor Ort werden die Probleme nicht gelöst!

WelpeDie meisten Tierschützer, die Tiere aus dem Ausland vermitteln, arbeiten auch gleichzeitig vor Ort, führen Aufklärungsarbeit und Kastrationsprojekte durch und sind sozialpolitisch stark engagiert.

Es wird immer mehr daran gearbeitet, dass es irgendwann einmal nicht mehr notwendig sein wird, Hunde aus dem Ausland in Österreich zu vermitteln.

Aber das Umdenken in Sachen Tierschutz wird in Ländern, in denen selbst die Menschen oftmals zum Leben zu wenig haben, Generationen überdauern.

Die Hunde sind krank!

Tierschutzvereine geben hunderte Euros im Monat für Tierarztkosten aus. In den Auffangstationen kommen oftmals schwerverletzte oder misshandelte Hunde an, Welpen, die ihren Müttern viel zu früh entrissen wurden und nur über ein gering ausgebildetes Immunsystem verfügen. Die Sterblichkeit ist hoch. Unversorgte Wunden, Infektionen und starker Befall mit Parasiten liegen an der Tagesordnung.
versteck
All dies versuchen die Tierschützer bereits im Ausland zu versorgen, die Hunde werden medizinisch versorgt, gesund gepflegt und geimpft.

Die Tierschützer hängen mit „Leib und Seele“ an ihren Schützlingen, um deren Leben sie oftmals unter schwierigsten Bedingungen gekämpft haben, die sie aufgepäppelt haben und die ihnen auch ans Herz gewachsen sind.

Dessen Ihr Euch sicher sein: Ein Hund, der durch Tierschutzhände geht, wurde mit mehr Sorgfalt bedacht, als die meisten Hunde von Hundehändlern, Hundevermehrern und oft auch nationalen privaten Hundezuchten.

Warum ist die Schutzgebühr so hoch?

Hier ein kurzer Einblick, welche laufenden Kosten entstehen, um ein Tierschutzprojekt aufrecht zu erhalten:

  • EU-Heimtierausweis
  • Impfungen
  • Wurmkuren
  • Futter
  • Kastrationen
  • Medikamente zur Versorgung von Wunden und Erkrankungen
  • Decken, Handtücher, Futterschüsseln, Rotlichtlampen, Boxen
  • Verbringung nach Österreich
  • Aufrechterhaltung des Projektes im Ausland

VSchutzgebühren machen weder Tierheime noch Tierschutzvereine reich, im Gegenteil, sie sind zusätzlich noch auf Geld- und Sachspenden angewiesen, um das alles bewerkstelligen zu können. Tierliebe allein reicht leider nicht!

Tierschützer, die im Rahmen eines Vereines tätig sind, müssen Ein- und Ausgaben offen legen – gegenüber ihren Mitgliedern und gegenüber dem Finanzamt. Betrügereien soll so ein Riegel vorgeschoben werden.

Viele – wenn nicht sogar die meisten – Tierschützer arbeiten ehrenamtlich, und zahlen oftmals noch erheblich aus ihrer privaten Tasche dazu, um helfen zu können.

Solche, die sich auf Kosten des Tierschutzes ein schönes Leben machen, sind nicht seriös und verdienen auch nicht die Bezeichnung „Tierschützer“. Leider wird es immer wieder schwarze Schafe geben, dies nicht nur im Ausland.