Pflegestellen

Manchmal kann es passieren, dass ein vermittelter Hund sein Zuhause wieder verliert.

Sitka008 Das ist immer schlimm, und die Gründe dafür auch manchmal unverständlich für einen Menschen mit Herz. Es gibt aber auch Fälle, in denen das Schicksal einfach einen anderen Plan hat, und sich eine Trennung vom Hund leider nicht vermeiden lässt.

In diesem Fall bitten wir, so schnell wie möglich Kontakt mit uns aufzunehmen, wir nehmen den Hund dann zurück, da wir vermeiden möchten, dass der Hund noch mehr traumatisiert wird.

Aus diesem Grund suchen wir Pflegestellen, die einem solchen armen Tier ein Zuhause auf Zeit in einem familiären Umfeld geben können, und sich liebevoll um den Hund kümmern, bis ein endgültiges Zuhause für ihn gefunden wurde.

Dies bedeutet nicht nur, einen Hund bei sich aufzunehmen: Wir suchen Menschen, die bereits Hundeerfahrung haben und bereit sind, mit dem Hund zu trainieren, sofern dies sinnvoll ist.

In den seltensten Fällen sind Hunde, die eine Pflegestelle suchen, einfache, umgängliche Hunde, die sich nahtlos in ein neues Umfeld einfügen. Ihnen muss bewusst sein, dass diese Hunde im besten Fall traumatisiert sind, und in jedem Fall besondere Zuwendung brauchen, um mit der neuen Situation fertig zu werden.

Häufig ist es nötig, mit dem Hund regelmäßig zu trainieren, um eventuelle Versäumnisse des Vorbesitzers aufzuarbeiten.

Generell wollen alle Hunde feste Strukturen. Sie sind glücklich und entspannt, wenn sie eine klar definierte Rolle in ihrem Rudel haben, und das ist für sie in einer Familie, dem Menschenrudel, nicht anders. Wer seinem Hund keine klaren Regeln aufstellt, auf liebevolle, aber bestimmte Art, wird oft erleben, dass das neue Familienmitglied seine Grenzen austestet, und sich im schlimmsten Fall, wenn er keine Grenzen bekommt, als Rudelführer sieht.

Da ein Hund unmöglich ein Rudel Menschen kontrollieren kann, wird ihm das sehr großen Stress bereiten. Und genau das ist der Moment, wenn Hunde verhaltensauffällig werden, weil sie mit ihrer Rolle vollkommen überfordert sind.

Eine Pflegestelle sollte diese Mechanismen kennen, und einem solchen Hund helfen können.

Pflegeplätze sind für die Hunde reserviert, die sie wirklich benötigen! Für einen süßen Welpen oder Junghund findet sich schnell ein Zuhause, für einen etwas älteren oder vielleicht sogar verhaltensauffälligen Hund (z.B. auch ängstliche, scheue Hunde) ist dies wesentlich schwerer!

Bitte habt daher Verständnis dafür, dass wir keine Welpen oder Junghunde, die verhaltensunauffällig sind, auf Pflegestellen geben. Auch kannst Du Dir keinen Hund aussuchen, wenn Du Dich als Pflegestelle bewirbst!

Die Hunde, die dringend einen Pflegeplatz brauchen, findest Du hier unter „Notfälle“.

Du überlegst, Pflegestelle zu werden?

Wir haben Dir hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt:

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  • Bis zum Zeitpunkt der Vermittlung bleibt der Hund Eigentum der Streunerhoffnung.
  • Wenn es einen Interessenten für Deinen Pflegehund gibt, wirst Du informiert und darfst Dich entscheiden, ob Du den Hund selbst endgültig übernehmen möchtest, oder bereit bist, ihn abzugeben.
  • Der Hund ist über unseren Verein versichert.
  • Tierarztkosten, die anfallen (Impfungen, Entwurmung etc.), werden von der Streunerhoffnung übernommen, müssen allerdings vorab mit dem Verein besprochen werden.
  • Sofern die Menge der Futterspenden für unsere Hunde in Rumänien ausreicht, werden wir Dich ebenfalls mit Futter für Deinen Pflegehund versorgen.

pippiWir wünschen uns mit jeder unserer Pflegstellen einen regen Kontakt, und stehen Dir für Fragen jederzeit gerne zur Verfügung!

Bitte beachte, dass es passieren kann, dass Dein Schützling eventuell über einen längeren Zeitraum bei Dir bleibt, bis ein Endplatz gefunden wurde.

Du kannst Dir vorstellen, als Pflegestelle für unseren Verein tätig zu werden oder kennst jemanden, der helfen möchte?

Dann fülle bitte unser Kontaktformular aus. Wir werden uns nach Eingang Deiner Anfrage umgehend bei Dir melden!

Vielen Dank,

Dein Team der Streunerhoffnung